Kosten und häufige Fragen
Sie erfahren vor Beginn, mit welchen Kosten Sie rechnen können. Ohne Überraschungen.
Fachlich geprüft von Dr. med. Karl-Heinz Gunzelmann · Stand
Kurz gesagt
- Privat: Abrechnung nach GOÄ
- Beihilfe & Selbstzahler: schriftlicher Kostenrahmen vorab
- Gesetzlich versichert: bitte vorab erfragen
- Dauer: 3–4 Termine in ca. 2–6 Wochen
Abrechnung nach GOÄ
Die Kosten werden in der Regel von Ihrer privaten Krankenversicherung übernommen. Bitte prüfen Sie Ihren Tarif, insbesondere bei psychologischen Leistungen.
Fester Kostenrahmen vorab
Sie erhalten vor Beginn einen schriftlichen Kostenvoranschlag für das gesamte Diagnostik-Paket. Ohne Überraschungen.
Bitte vorab erfragen
Welche Leistungen über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden können, klären wir gern im persönlichen Gespräch.
Häufige Fragen
Gut zu wissen.
In der Regel drei bis vier Termine über etwa zwei bis sechs Wochen. Dazwischen füllen Sie Fragebögen zu Hause aus. Wie schnell es geht, hängt auch davon ab, wann Fremdeinschätzungen und Unterlagen vorliegen.
Meist beginnt ADHS in der Kindheit. Manchmal fällt es aber erst auf, wenn die Anforderungen steigen, etwa im Studium oder im Beruf. Dann prüfen wir besonders genau, ob es früher schon leichtere Anzeichen gab.
Ja. Die Leitlinie 2026 berücksichtigt ADHS im höheren Alter erstmals ausdrücklich. Wichtig ist dann die Abgrenzung zu altersbedingten Veränderungen, zum Beispiel des Gedächtnisses.
Nicht zwingend, aber sie ist sehr hilfreich. Die Leitlinie empfiehlt, Ihre Angaben mit denen enger Bezugspersonen abzugleichen, sofern verfügbar, etwa eines Elternteils, der Partnerin oder des Partners.
Nein. ADHS lässt sich weder mit Laborwerten noch mit EEG oder anderen apparativen Verfahren feststellen. Solche Untersuchungen setzen wir gezielt ein, um andere Ursachen auszuschließen, etwa eine Schilddrüsenstörung.
Medikamente beginnen laut Leitlinie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie, Neurologie oder Nervenheilkunde. Wenn sie sinnvoll sind, vermitteln wir Sie an kooperierende Kolleginnen und Kollegen und begleiten Sie weiter.
Die aktuelle Leitlinie empfiehlt weder Eliminationsdiäten noch Vitamin- oder Mineralstoffpräparate zur Behandlung von ADHS. Omega-3-Fettsäuren können ergänzend erwogen werden. Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind ausdrücklich empfohlen.
Auch dann erhalten Sie eine fundierte Einordnung. Oft zeigen sich andere Erklärungen, etwa Erschöpfung, Ängste oder Schlafprobleme. Wir besprechen mit Ihnen, welche Unterstützung dann sinnvoll ist.
Einzelne Gespräche, etwa das Befundgespräch, können nach Absprache per Video stattfinden. Die ärztliche Untersuchung und das klinische Interview führen wir für eine verlässliche Einschätzung in der Praxis durch.